An denjenigen, die uns auf Instagram folgen (falls nein, hier lang 🙂 ) ging nicht vorbei, dass wir vor einigen Wochen ein paar Tage im sagenhaften Land Wales urlaubten. Das hatte den wunderschönen Hintergrund, dass Wales 2017 das „Year of Legends“ feiert und VisitWales uns einlud, Wales Mythen, Legenden und jahrhundertealte Geschichte zu entdecken. 

Dieser Einladung sind wir natürlich gerne gefolgt und was wir auf unserer Reise erlebten, das wollen wir euch nun zeigen. Das ist auch für uns ein toller Flashback, denn ihr habt vermutlich bemerkt,  dass wir in letzter Zeit etwas weniger geposted haben. Das soll sich überhaupt nicht einbürgern und wir geloben hoch und heilig Besserung, aber wir pendeln derzeit zwischen unserer Zweitwohnung in Köln und unserer Baustelle hin und her und sehen vor Umzugskartons und Drehbüchern den Wald nicht mehr. 

Nun geht´s aber endlich los mit Teil 1 unserer Wales-Rundreise 🙂 :


– Unsere Base: Conwy –

Wales ist im Grunde genommen relativ klein (knapp 21.000 km²), hat aber alles, was man sich für einen abwechslungsreichen Urlaub wünscht. Nachdem Kinder in Nikis Alter in gehobeneren Hotels scheinbar eher nicht besonders erwünscht sind (kleiner Abzug, aber bzgl. Kinderfreundlichkeit punkteten die Waliser später dennoch allemal), wohnten wir in einem tollen, traditionellen Cottage in der Nähe von Conwy (im Norden von Wales), dem einstigen Zentrum walisischer Macht.

Wir flogen von München nach Manchester, schnappten uns dort einen Mietwagen (danke Avis!) und fuhren 1 1/2 Stunden in unsere Unterkunft. Links natürlich. 😉

Conwy ist eine kleine Stadt (rund 15.000 Einwohner) an Wales Nordküste, die von allen Städten, die König Eduard I. von England (King Edward) gegründet hat, angeblich am ehesten dem historischen Stadtbild entspricht.

– Conwys Burg –

Burgen gibt es in Wales sowieso mehr als in jedem anderen Land Europas und die von Conwy zeigt sich bereits eindrucksvoll, wenn man die Stadt zum ersten Mal bereist. Das Besondere an Conwy war für uns die toll erhaltene Stadtmauer, von der aus man einen unvergleichlichen Blick auf dieses charakteristische Städtchen hat.

– Das kleinste Haus des Landes –

Am Hafen von Conwy kann man schön verweilen (frische Muscheln kaufen & Fish & Chips essen) …

oder einen Spaziergang machen ….

und passiert damit unweigerlich das kleinste Haus Großbritanniens.

3 Meter hoch,  1,8 Meter breit, leuchtend rot angestrichen. Das Quay House war zuletzt das Zuhause vom Fischer Robert Jones, der selbst knapp zwei Meter groß war. Angeblich wohnte zeitweise sogar eine 6-köpfige Familie darin.

– 1 x Fish & Chips muss sein –

Die einzigen Fish & Chips, die wir auf unserer ganzen Reise bestellten, gab es für uns in einem kultigen Laden, dem Archway in Conwy, am letzten Abend – und die haben uns richtig gut geschmeckt. Einer wollte mal wieder nicht bei uns am Tisch sitzen ^^

– Welsh Food Center –

Einen kurzen Besuch statteten wir auch dem Welsh Food Center ab, einem Hofladen, in dem es Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Wein, Cider und Bier aus der Region zu kaufen gibt.

Wir waren von Norwegen und seiner flächendeckenden Ausstattung mit EC-Lesegeräten etwas verwöhnt und nicht wirklich darauf eingestellt, dass in Wales teilweise weder unsere EC- noch Kreditkarten funktionierten – übrigens dort, wo es Kartengeräte gab! Im Welsh Food Center mussten wir also aus Mangel an Bargeld den halben Einkaufskorb an der Kasse wieder aussortieren, weil unsere Karten nicht akzeptiert wurden *g*. Solltet ihr bald in Wales urlauben und ein ebenso großer Freund des bargeldlosen Zahlens sein, wie wir, dann bitte an ausreichend Pfund denken. 🙂

– Welsh Mountain Zoo –

Besonders um Niki eine Freude zu machen besuchten wir den Charity Zoo hoch oben auf dem Berg in der Nähe von Conwy (Eintritt: ca. 14 £ pro Erwachsener). Wir schafften lange nicht alles, aber sahen Seerobben, Affen, Tiger, Krokodile, Schlangen, Kleintiere (wie Hasen, Meerschweinchen, Hühner) und Kängurus.

Die Lage ist spektakulär und man spürt, wie bemüht die Mitarbeiter sind, merkt aber leider auch, dass dem Zoo Geld fehlt, was natürlich sehr schade ist. Das stört uns optisch gar nicht, aber die Gehege sind manchmal dementsprechend etwas beengter, zumindest für unser Empfinden. Für Niki war es dennoch ein toller Ausflug.

– Llandudno –

Llandudno ist zwar nur ein paar Autominuten vom mittelalterlichen Conwy entfernt, aber diese viktorianische Küstenstadt könnte konträrer zu ihr nicht sein. Viel Zeit verbrachten wir in Llandudno nicht, aber wir folgten der Great Orme Seilbahn, die auch heute noch mit original viktorianischen Straßenbahnwagen betrieben wird und stießen auf eine markante Landzunge aus Kalkstein mit atemberaubenden Blick auf Wales Natur.

– Wales hat die schnellste Zipline der Welt –

Wie hat er die nur wieder ausfindig gemacht!? 😉

Als Jan von Penrhyn Slate Quarry, Heimat von Zip World Velocity erfuhr, war bereits klar, dass wir da hinfahren. Schnellste Zip Line der Welt und die längste in Europa. Bevor man ne knappe Minute rund 100 miles per hour (ca. 160 km/h) durch den massiven Schieferbruch rast …

… und dabei ca. 200 Höhenmeter überwindet, geht es erstmal über den Little Zipper (<- „to build your confidence“) zum Abfahrtsort der Trucks und dann rauf auf den Berg.

Der ganze Spaß kostete rund 70 £ und lohnt sich für Adrenalinbegeisterte zu 100%. Julia und Niki warteten übrigens im Adventure Terminal, wo wir hinterher auch richtig gut lunchten.


Good night (<- Nos da) beautiful Conwy !

Seid gespannt auf den zweiten Teil! 🙂

Liebe Grüße

Julia und Jan


* Sämtliche Bilder für diesen Beitrag wurden mit der EOS 6d Mark II erstellt (Leihgabe von Canon, wir haben keine weiteren Zuwendungen erhalten).  
** Die Rechte der Bilder in diesem Beitrag liegen bei ©Jan Hartmann ©echt!Hartmann

Danke an VisitWales für diese tolle Reise und die fantastische Zusammenarbeit!