Als nächstes stand der Svartisen Gletscher auf dem Programm, der zweitgrößte Gletscher Norwegens, der sich mit seiner gesamten Fläche über den Polarkreis hinaus erstreckt. Habt ihr schon genug von Gletschern? 🙂 Ist auch einer der letzten, versprochen ^^

Er ist 370 Quadratkilometer groß, umfasst an die 60 Gletscherarme und ist der am tiefsten liegende Gletscher auf dem europäischen Festland (20 Meter über Meeresniveau).

Die Gletscherzunge Enenbreen hat eine Eisdecke von 450 (!!!) Metern Dicke und mündet in den wunderschönen Holandsfjord, in dem die MS Amadea Halt machte.

„Svartis“ heißt Schwarzeis und kommt von den Geröllschichten, die sich stellenweise an der Oberfläche angesammelt haben. Die Eismassen haben ein irres Farbspektrum: blank, kristallklar, türkis, hell- oder dunkelblau.

Der See Svartisvatnet ist während der Gletscherschmelze um 1940 entstanden. Das Eis bildete sich weiter zurück, wodurch der See immer größer wurde. Schmelzwasser fließt unter dem Eis in den Svartisgletschersee hinein.

Kontrastreiche Landschaft, steile, vergletscherte Berge, tiefe Fjorde, zahlreiche Inseln, Täler mit Gletscherzungen, mächtige Hochebenen, sattes Grün. Unbeschreiblich frische Luft.

Obwohl der Svartisen Gletscher Luftlinie vom See nur noch rund 2 Kilometer entfernt ist (was wirkt wie 500 Meter), kann man Kletterer, die sich auf den Gletscher wagten, nur noch erahnen. Schon eine Gletscherkante von 25 Metern lässt Menschen klein aussehen und je näher man dem Svartisen Gletscher über den Fußweg um den See kam, desto weiter weg erschien er.

Ein toller Tag, auch für Niki, der endlich mal wieder an der frischen Luft inmitten unglaublicher Natur herumtoben konnte.

Noch eine Waffel für Mama & Papa im Restaurant und dann schnell wieder zurück, um das letzte Tenderboot zu erwischen.

Herumgetobt hat vermutlich auch der Passagier, der wohl verwechselt hat, dass die MS Amadea um 18 Uhr ablegt, nicht das letzte Tenderboot zur MS Amadea.

Das hat für hektischen Walkie-Talkie Verkehr zwischen Land und Schiff gesorgt, vor allem, nachdem seine Frau (feucht !? 😉 )-fröhlich am Telefon zwitscherte, dass ihr Mann heute alleine losgezogen sei. Sich den Gletscher anschauen. Da kamen auf ein Mal Bergretter-Gefühle auf. Panisch zogen einige Mitarbeiter los, um den älteren Herren zu finden. Aus der Eiskante ziehen oder so (hallo Kopfkino). Das Filmteam sah sich schon hinsichtlich potentiellem Sendestoff inspiriert, da kam er winkend mit einem Einheimischen im Auto angezischt und grinste übers ganze Gesicht, als er beschwingt aufs wartende Tenderboot sprang. Ob seine Frau über seine Rückkehr happy oder — war, bleibt wohl deren Geheimnis. 😉

Wir sehen euch am Geiranger Fjord wieder! 🙂

Liebe Grüße

Julia und Jan


* Sämtliche Bilder für diesen Beitrag wurden mit der EOS 5D mark iii erstellt (Leihgabe von Canon, keine Zuwendungen erhalten). Luftbilder DJI Mavic Pro.
** Die Rechte der Bilder in diesem Beitrag liegen bei ©Jan Hartmann ©echt!Hartmann

Was wir noch auf unserer Kreuzfahrt erlebt haben, könnt ihr in diesen Beiträgen nachlesen:

  • Auslaufen aus dem Hamburger Hafen, hier lang
  • Heimaey, Westmännerinseln, hier lang
  • Reykjavik, hier lang
  • Isafjörður – Handelszentrum der Westfjorde Islands, hier lang
  • Spitzbergen, hier lang
  • Tromsø, hier lang
  • Geiranger Fjord, Anfahrt mit dem Schiff, hier lang
  • Bergen, hier lang
  • Landteil Geiranger Fjord, hier lang
  • Loen Skylift, hier lang