Beim Frühstück beschlossen wir, einen spontanen Tagesausflug nach Alghero zu machen. Die 44t Einwohner Stadt liegt an Sardiniens Nordwestküste im Bezirk Sassari. Mit seiner charmanten Altstadt im kathalanisch-gothischen Stil lädt Alghero nicht nur zum Shoppen ein, sondern bietet neben einem großen Yachthafen auch jede Menge Möglichkeit für Spaziergänge auf der historischen Burgmauer oder einen Sundowner in diversen chilligen Locations. Doch zuerst…

– Working at the car wash –

Waschstraße Eingang Region Pula Sardinien

…Auto waschen. Diverse Schotterpisten abseits sardischer Straßen hatten ihre Spuren, und jede Menge feinen Sandstaub hinterlassen. Die Suche nach einer ‚ordentlichen’ Waschstraße, wie wir sie in Deutschland erwarten würden, gestaltet sich hier in südlicheren Gefilden allerdings doch leicht schwierig. Und das, obwohl „que bella macchina“ in Italien rote Ampeln und auch Verkehrsregeln außer Gefecht zu setzen in der Lage ist.

Also sind wir in der Nähe des Hotels, auf dem Weg nach Pula, gleich mal in die erste Waschstraße rein. Genauer gesagt, an der ersten Tanke durch das verrostete Tor und dann hinter der Cola Werbung rechts. Irgendwo zwischen Werkstatt und Reifenstapeln. Niki war etwas irritiert, fand es dann aber sehr spannend. Papa ist ja auch immer für andersartige Alternativen zu begeistern. So sollte sich die von der Tankwartin persönlich durchgeführte Handwäsche als äußerst gründlich herausstellen – Felgen-Sonderbehandlung und Hochglanzpolitur inklusive.

Julia und Nikolas warten auf das fertige Auto

Audi Q7 in der Autowäsche auf Sardinien, Italien

Audi Q7 nach Autowäsche auf Sardinien, Italien

Mit sauberem Auto verfuhren sich die 3,5 Std Fahrt auf Sardiniens Autobahnen wie im Flug und wir kamen in Alghero an. Autobahnen gibt es übrigens nur vier oder fünf auf Sardinien. Wer kurz nach der Grenzöffnung mal in den neuen Bundesländern gewesen ist, hat eine ganz gute Idee vom Zustand der meisten Streckenabschnitte. 😉 Back to the future…

– Mangare per tutti –

Hafen von Alghero, Sardinien

Nach einer erfrischenden Dusche im Hotel war der Hunger so groß, dass Papa mit dem Panzer direkt mal die Seitenspiegel anlegen musste, um durch die engsten Gassen der Altstadt zu kommen. Ganz klassisch Schild übersehen. Oder einfach nur Scheuklappen. 😉 Das jedoch führte uns direkt zum sehr schönen Yachthafen, wo wir im Nautilus mit Blick über die Boote und Yachten zu Abend aßen.

Restaurant Nautilus, Alghero, Sardinien von vorne

Julia Hartmann im Restaurant Nautilus in Alghero, Sardinien

Essen Restaurant Nautilus

Hut im Restaurant Nautilus im Hafen von Alghero

Jan Hartmann blickt auf den Hafen von Alghero, Sardinien

Blick auf Segelboote im Hafen von Alghero, Sardinien

Das Essen und die Aussicht waren fantastisch. So wird man gerne in einer neu zu entdeckenden Stadt empfangen! Seltsam nur, dass wir hier alleine aßen. Was aber den Vorteil hatte, dass Niki ausgiebig durch die Gegend turnen konnte. Papa fand das wegen der etwas zu niedrigen Balustrade gar nicht lustig und konnte sich nur mäßig auf das Essen konzentrieren.

 

– Wer sein Kind liebt, der schiebt –

…gern auch mal über Kopfsteinpflastergassen durch die Altstadt. Und davon gibt es in Alghero reichlich. Vorbei an zig Eisdielen (und gerne auch mal rein), Souvenir-, Möbel- oder Bekleidungsgeschäften. Niki konnte die ganze Pracht kaum fassen und sprintete gleich los auf so viel Historie.

Julia mit Kinderwagen in einer Gasse von Alghero

Nikolas läuft durch Algheros Gassen

mit Blumen geschmückte Straßen in Alghero, Sardinien

– viel Mauer, kaum Blümchen –

Bei für den Monat Mai überdurchschnittlich warmen 32 Grad wandelten wir auf dem Weg zur Kaimauer z.B. vorbei an der Cattedrale di Santa Maria mit ihrem imposanten Glockenturm oder der Chiesa Di San Francesco, einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert !!! In der drittgrößten Universitätsstadt Sardiniens (Architektur und Design) gibt es neben imposanten Bauten weiter ein Korallenmuseum und: die Grotta Nettuno. Die war ehrlich gesagt der Auslöser für unseren Trip. Wir sind bestimmt keine Kulturbanausen, aber bei knapp bemessener Zeit muss man Prioritäten setzen. Die Japaner machen es ja vor. 😉 Unsere Priorität lag irgendwo auf den Treppenstufen runter zu Neptuns Grotte. Also schnell weiter und über die Stadtmauer zurück zum Auto.

Blick auf die historische Stadtmauer von Alghero

Julia mit Nikolas auf dem Arm schaut auf das Meer

 

-All doors in flight-

Jemand sagte einst: „Manchmal scheint die Sonne auch auf einen Hundearsch.“ Warum in Gottes Namen die Italiener die Treppe zur Grotta Nettuno, die laut meinen Berechnungen um 20:20h in beste Abendsonne getaucht da liegen würde, bereits um 19:00h schließen, ist mir ein absolutes Rätsel. So wurden wir aber wieder daran erinnert, dass so oft schon der Weg das Ziel war. Mit dem Bild eines sehr schönen Moments, den wir so erleben durften, schließe ich diesen Beitrag und lese mit Euch die Fortsetzung. Den Abstieg zur Grotta di Nettuno. Mehr über unsere Zeit auf Sardinien erfahrt ihr zum Beispiel auch hier.

Julia und Niki vor dem Sonnenuntergang nahe der Grotte Nettuno, Alghero, Sardinien

 

Bis dann,

Julia und Jan

 

*Sämtliche Bilder für diesen Beitrag wurden mit der EOS 5D märk iii erstellt.
**D
ie Rechte der Bilder in diesem Beitrag liegen bei ©Jan Hartmann ©echt!Hartmann
*** Vielen lieben Dank auch an Audi für den fabelhaften fahrbaren Untersatz.

Was wir noch auf Sardinien erlebt haben, könnt ihr in diesen Beiträgen lesen:

  • Königsküste Costa Rei, hier lang
  • Spiaggia Malfaltano, hier lang
  • Alghero Teil 2 bzw. die Grotta di Nettuno, hier lang