Während wir Erwachsene Spielen mittlerweile eher als unterhaltsamen Zeitvertreib empfinden, ist es für Kinder nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern entwicklungspsychologisch zwingend notwendig. Genauso wichtig wie Schlafen, Essen und Trinken. Beim Spielen machen sich Kinder mit der Welt vertraut, sie setzen sich mit ihr auseinander, begreifen sie, wirken auf sie ein. Sie sammeln Erfahrungen und erleben Gefühle wie Freude, Stolz, Enttäuschung und Wut. Erkennen gleichermaßen wachsende Fähigkeiten, aber auch die Erkenntnis: es klappt nicht immer alles und manchmal brauche ich noch Hilfe. Die kindliche Gehirnentwicklung wird dabei umso besser gefördert, je vielschichtiger und häufiger die Anregungen sind. 

Damit das riesige Potential an Vernetzungsmöglichkeiten im Gehirn möglichst gut stabilisiert werden kann und die in unseren Kindern angelegten Talente zur Entfaltung kommen, müssen wir ihnen so lange wie möglich die Gelegenheit bieten, spielen zu können. (Gerald Hüther, Hirnforscher)

Natürlich geht es nicht nur um den Geist, sondern auch um die körperliche Entwicklung. Kinder lernen beim Spielen ihren Körper kennen und beherrschen, trainieren körperliche Fähigkeiten und entwickeln Freude an Bewegung.

Wir haben vor einiger Zeit einen Artikel darüber geschrieben, wie man Kreativität bei Kindern fördern kann. Das ist auf vielen Ebenen verknüpft mit dem (freien) Spiel. Wer den Artikel nochmal nachlesen möchte, der klickt hier.

– Jedes Kind kann Spielen – wirklich ? –

In unserer reizüberfluteten und weitestgehend friedlichen Welt, in der wir Spielzeug für unseren Nachwuchs in regelmäßigen Abständen leasen können, damit ja keine Langeweile aufkommt, vergisst man schnell mal, dass eben leider nicht jedes Kind auf der Welt die Möglichkeit zum Spielen hat. Dabei ist völlig egal, aus welchem Land das Kind kommt oder in/mit welcher Kultur es aufgewachsen ist – Spielen ist für alle Kinder dieser Welt ein grundlegendes Kinderrecht (die UN-Kinderrechtskonvention hat das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung als wesentliches Kinderrecht festgeschrieben). Armut, Kriege, Isolation, Katastrophen und dergleichen führen jedoch dazu, dass viele Kinder keine sichere Umgebung mehr haben, um frei und ungezwungen spielen zu können.

IKEA hilft – Let´s play for change

Vom 6. November bis zum 24. Dezember 2017 unterstützt die Kampagne „Let’s play for change“ die Partner der IKEA Foundation. Sechs Organisationen helfen Kindern selbst in den ärmsten Ländern der Welt, damit sie spielen und sich entwickeln können. Zu ihnen gehören UNICEF, Save the Children, Room to Read, Handicap International, Special Olympics und War Child. Kauft ihr während der Let´s play for change-Kampagne Produkte aus der SAGOSKATT-Kollektion, geht der Erlös zu 100% an Save the Children. Zudem spendet die IKEA Foundation den o.g. Organisationen weltweit in den kommenden 3 Jahren insgesamt 45 Millionen Euro.

Ein Höhepunkt der Kampagne ist der 20. November, denn das ist der Weltkindertag! Darum lädt IKEA am 20.11.17 auch Groß und Klein ein, um den Tag gemeinsam zu Feiern. Ihr könnt euch auf viele spannende Aktivitäten und jede Menge Spiele freuen. Also kommt am Weltkindertag am besten in eurem Einrichtungshaus vorbei und unterstützt diese großartige Kampagne.


Was der World Happiness Report mit einem Buchtip zu tun hat

2017 haben die Norweger die Dänen (jahrelang unangefochten an der Spitze) erstmals im World Happiness Report überholt und sind damit offiziell das glücklichste Volk der Welt. Nun kommt Ikea zwar aus Schweden, aber ganz offensichtlich wohnt das Glück in Nordeuropa. Was uns zum Kauf des Buchs „Warum dänische Kinder glücklicher und ausgeglichener sind“ (klick) verleitet hat. Dem Spielen wird dort ein ganzes Kapitel gewidmet und abschließend möchten wir euch deswegen noch die dänischen Spieltips mit auf den Weg geben 🙂 :

  1. Sämtliche elektronischen Geräte (TV, PC etc.) ausschalten, denn Fantasie ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels.
  2. Schafft eine sensorisch anregende Spielumgebung mit verschiedenen Materialien.
  3. Materialien einfach nur bereit legen und Kinder kreativ werden lassen – nicht immer gleich zeigen, wie es geht.
  4. Bietet euren Kindern die Möglichkeit, eigenständig ihre Umgebung in der freien Natur zu erkundigen.
  5. Kinder unterschiedlichen Alters zum Spielen zusammenbringen.
  6. Schenkt ihnen die Möglichkeit zum freien Spiel, ohne organisierte/ angeleitete Aktivitäten oder bestimmte Spielzeuge.
  7. Begebt euch für die Spielzeit voll auf die Ebene eures Kindes und seid 100% authentisch. D.h. nicht darüber nachdenken, was andere von euch halten oder ob es albern aussieht – einfach nur gehen lassen.
  8. Kinder sollen auch ganz alleine spielen.
  9. Baut einen Hindernisparcours in der Wohnung auf.
  10. Andere Eltern für die Idee des gesunden Spiels gewinnen (statt ständig angeleiteten Aktivitäten)
  11. Nicht zu schnell eingreifen, auch wenn es schwer fällt.
  12. Loslassen – nicht gleich helfen wollen, sondern Kinder selbstständig Dinge tun lassen.

Wir machen die 4 „Js“ voll 😉 , denn zwei weitere Blogger haben auch tolle Beiträge zur Let´s play for change-Kampagne geschrieben, schaut mal bei ihnen vorbei:

Joanna von Liebesbotschaft und

Janina von Oh wunderbar

Liebe Grüße und schönes Spiel 😉

Julia und Jan


Dieser Blogpost ist in Kooperation mit IKEA entstanden. Vielen Dank für das Vertrauen in unsere Arbeit! 

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Für alle die Interesse haben, noch mehr zu lesen – IKEA hat aus gegebenem Anlass zwei Blogbeiträge veröffentlicht. Ihr findet sie hier und hier.